Heinz-Westphal Preis an der DGJ verliehen
 
15 September 2015

Das Urteil der Jury:

Die Deutsche Gehörlosen-Jugend schafft für taube und schwerhörige junge Menschen einen Raum für Erlebnis und Erfahrung – selbstbestimmt und selbstorganisiert. In Sommercamps haben Jugendliche die Chance, sich neu zu entdecken und Kontakte zu knüpfen. Sie erfahren, dass sie trotz Barrieren und erschwerter Bedingungen in einer Welt der Lautsprache mit ihren Fähigkeiten vielfältige Möglichkeiten nutzen können. Dieses Empowerment ist wichtig und richtig. Die Gehörlosenjugend bricht die im Alltag schwere Kommunikationssituation auf und richtet damit den Blick auf alle Themen, die junge taube und schwerhörige Menschen bewegen – mit Hilfe der Gebärdensprache und im Camp unabhängig von ihrer Einschränkung.

Zugleich macht sich die Gehörlosenjugend dafür stark, dass Gebärdensprache ein anerkannter Teil der Kommunikation in der Gesellschaft wird. Sie fordern die Teilhabe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention und damit eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft. Sie fordern den besseren Zugang zu Bildungs- und Kulturangeboten. In diesem Engagement möchten wir die Gehörlosenjugend ermutigen.

 

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